Gottesdienste mit viel Musik

Die Chöre der Gemeinden Hannover-Herrenhausen und Wunstorf gestalteten am 28.08.2011 und 04.09.2011 in den jeweiligen Gemeinden nach nur wenigen gemeinsamen Proben jeweils sehr gut besuchte Musikgottesdienste mit.

Thematisch stand der Lobpreis des Herrn im Mittelpunkt der Liedvorträge, was unter anderem durch N. Kissels Halbkanon "Lobe den Herrn meine Seele" und Mendelssohn Bartholdys "Jauchzet dem Herrn, alle Welt!" (CM 224) zum Ausdruck gebracht wurde. In der Predigt ging Hirte Kornowski auf Mendelssohn Bartholdys recht kurze Lebenszeit ein, in welcher er unter anderem den Tod seiner geliebten jüngeren Schwester Fanny habe verkraften müssen. Hier werde deutlich, dass gemäß den Liedstrophen der Weg zum Loben und Danken durch Leiden führen könne. Die Komposition und die Dynamik des Vortrags zeigten auch, dass man sich manchmal zunächst über das Vertrauen zum Herrn (betont von den Chören durch CM 58, "Herr, mein Gott") zum Danken durchringen müsse, sich dieser Dank aber zum Lob steigern könne, wenn uns der Trost des Herrn im Leiden bewusst werde.

Ein Ehepaar empfing im Rahmen des Gottesdienstes in Hannover-Herrenhausen den Segen zur goldenen Hochzeit. Das Paar hatte sich, ganz im wohlverstandenen Kontext des Gottesdienstes, den Vortrag des Liedes "Ich singe dir mit Herz und Mund" (GB 258) gewünscht. Daneben fand die Anbetung des Herrn Raum in den Gottesdiensten, von den Chören unterstrichen durch die Liedvorträge "Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe" (Schubert, im Originaltext) und "Groß ist der Herr" (CM 243).

Getreu dem von Evangelist Stolze in der Ansprache an das goldene Hochzeitspaar in Bezug auf die Gnade Gottes erwähnten Motto, das Beste komme zum Schluss, haben die aus insgesamt 50 Mitwirkenden bestehenden Chöre als Schlusslied zur besonderen Freude der Gemeinden die doppelchörige Motette von Johann Pachelbel "Nun danket alle Gott" zu Gehör gebracht. Nach den Gottesdiensten brachten die Anwesenden bei einer Tasse Kaffee ihren Wunsch zum Ausdruck, dass diese Musikgottesdienste nur den Anfang einer intensiveren Zusammenarbeit und einer Reihe ähnlicher Projekte der Gemeinden darstellen sollten.

T.S. / Fotos: B.S.