Weihnachtsmusical zum 4. Advent in Wunstorf

Das Kind Miriam spielt in seinem Zimmer, als es einen Gesang hört, der nur von Engeln kommen kann. Sie soll einen König suchen, der in dieser Nacht geboren wird.

Sie fordert ihre Eltern auf, auch zuzuhören, aber diese haben keine Zeit. Nein, sie schimpfen sogar über die Flausen ihrer Tochter. Nach Rücksprache mit ihrer Puppe macht sich Miriam heimlich auf den Weg, um herauszubekommen, was es mit diesem Gesang auf sich hat.

So beginnt das Kindermusical, welches am vierten Advent in der Gemeinde Wunstorf von den Kindern und dem Chor aufgeführt wurde. Die Proben dazu hatten bereits nach den Sommerferien begonnen. Auch der Gemeindechor war hinzugezogen worden, er übernahm zusammen mit einigen Kindern die Rolle des Engelchores.

„Folget den Tönen“, diesem Ruf geht Miriam nach. Auf der Straße trifft sie ihren Freund, den Blinden. Er besingt, dass er noch nie Farben gesehen hat, aber die Klänge in den Stimmen kennt. Er hilft Miriam bei der Suche. Sie treffen auf den Bettler Hubert. Nach einer Krankheit verlor er seinen Arbeitsplatz als Maurer und wurde überall fallengelassen. So bettelt er und wartet, dass ein Geldstück in seine Hand und damit in seine Welt fällt. Er glaubt Miriam und dem Blinden zwar nicht ganz, aber er kommt mit, um die Ursache der Klänge zu finden. Omari, der Schwarzafrikaner kommt hinzu. In seiner Heimat herrscht Hunger, weil drei Jahre lang sein Acker keine Ernte gebracht hat. Aber an Stelle von Brot bekam er von der Regierung Waffen. Er will irgendwann zurück und hofft auf Hilfe.

„Folget den Tönen“, Omari kann genau wie Miriam diese Töne hören. Gemeinsam gehen sie in die Vorstadt, aus der Omari kommt, denn auch seine Freunde aus seinem Heimatdorf kennen solche Klänge. Tatsächlich finden sie eine Mutter, die gerade auf der Straße ihr Kind entbunden hat. Der Chor singt: „Hier ist das Licht.“

In der Zwischenzeit haben sich Miriams Eltern Sorgen gemacht und sind sie suchen gegangen. Sie finden ihre Tochter und erkennen, dass ihnen ihre Tochter das Licht gezeigt hat und der neugeborene Heiland auch für sie ein Beginn ist.

„Man muss nur genau hinhören, dann entdeckt man ganz viel.“ Mit diesem Satz Miriams endet das Weihnachtsmusical. Die sehr dichte und eindringliche Musik und die Darstellung der Charaktere lösten bei den meisten Zuhörern nachhaltige Bewegung aus. Besser als mit tausend Worten wurde hier dargestellt, in welcher Armut Jesus geboren wurde. Es wurde klar, dass dieses Kind zugleich König, seine Schwäche seine Stärke und seine Armut sein Reichtum ist.

Ein Kind, welches uns die Richtung zeigt.

M.S. / Fotos: T.S.