Gottesdienst in einfacher Sprache

Am Sonntag, dem 19. Juli 2026, fand in der neuapostolischen Kirchengemeinde Hannover-Süd ein Gottesdienst in einfacher Sprache statt. Ziel dieses besonderen Gottesdienstes war es, die biblische Botschaft besonders den Menschen zugänglich zu machen, die mit Einschränkungen leben müssen.

Apostel Ralf Vicariesmann am Altar. Diakon Michael Palandt übersetzt Satz für Satz in lautsprachebegleitende Gebärden

Apostel Ralf Vicariesmann am Altar. Diakon Michael Palandt übersetzt Satz für Satz in lautsprachebegleitende Gebärden

Bereits vor dem eigentlichen Gottesdienst begrüßte Priester Daniel Eggers (Hildesheim) die Besucherinnen und Besucher. Insbesondere sehbehinderten und blinden Teilnehmenden bot er eine Beschreibung des Kirchenraums an. Anschließend führte eine Bilderserie mit Lesungen zu den sieben Schöpfungstagen in das Thema des Gottesdienstes ein. Auch diese Texte wurden in lautsprachbegleitende Gebärden übersetzt.

Apostel Ralf Vicariesmann stellte den Gottesdienst unter das Bibelwort aus 1. Mose 1,31: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ Anschließend wurde derselbe Vers aus einer Bibelübersetzung in einfacher Sprache vorgelesen: „Gott schaute sich alles an, was er gemacht hatte. Gott fand alles sehr gut.“

Der Apostel hielt seine Predigt in kurzen, leicht verständlichen Sätzen. Sie wurde Satz für Satz in lautsprachbegleitende Gebärden übersetzt. Im Mittelpunkt stand die Botschaft, dass Gott in seiner Schöpfung gegenwärtig ist. Er hat das Sichtbare und das Unsichtbare geschaffen, sieht seine Schöpfung mit Liebe an und wendet sich jedem Menschen persönlich zu. Jeder Mensch ist von Gott gewollt, gesehen und gebraucht. Als Teil seiner Schöpfung tragen wir zugleich Verantwortung – füreinander und für die Bewahrung der Schöpfung.

Die Gedanken der Predigt wurden durch gemeinsam gesungene Strophen des Liedes „Sehr gut, sehr gut, alles, was Gott macht, ist sehr gut“ vertieft. Das von Priester Ralf Meier gedichtete und komponierte Lied unterstrich auf eindrucksvolle Weise die Freude über Gottes gute Schöpfung.

Im Anschluss an den Gottesdienst stellte Schwester Renate Lütge, Inklusionsbeauftragte im Apostelbereich, die Bezirksbeauftragten für Menschen mit Handicap vor. Sie sind Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Fragen, Anliegen und Anregungen rund um das Thema Inklusion und Behinderung. 

Beim anschließenden Kirchencafé bot sich die Gelegenheit zu persönlichen Begegnungen und anregenden Gesprächen.

Das nächste Inklusionstreffen findet am Samstag, dem 17. Oktober 2026, von 15:00 bis ca. 17:00 Uhr in der neuapostolischen Kirche Wolfenbüttel statt. Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen.